Prosopiatrie

Die Prosopiatrie entstand durch die Integration von Behandlungsmethoden des NLP und der Systemischen Therapie mit dem Konzept des Menschen als Person aus der Neuen Phänomenologie zu einem Behandlungsansatz für bisher nicht gelöste psychiatrische Behandlungsfälle. Der Begriff "Prosopiatrie" ist aus den altgriechischen Wörtern "Prosopon" für Person und "Iatros" für Arzt zusammengesetzt, bezeichnet also eine Heilkunde. In dieser Heilkunde wird das Modell der von einer gemeinsam verfügbaren Außenwelt abgegrenzten persönlichen Innenwelt durch das Modell des Menschen als Person in seiner persönlichen Welt, die eine Situation ist, ersetzt. Eine abgegrenzte persönliche Innenwelt gibt es nicht.

Die Prosopiatrie ermöglicht eine direkte, präzise und schonende Behandlung des gespürten Betroffenseins eines kranken Menschen. Sie hat auch bei bisher schwierig zu behandelnden psychiatrischen Erkrankungen Gesundheit zum Ziel. Aus der Neuen Phänomenologie lässt sich für "Gesundheit" eine handhabbare Definition ableiten: 
Am Ende der Behandlung stimmen die der Person möglichen Fassungen optimal mit den Anforderungen der zukunftsweisenden Anteile ihrer persönlichen Welt überein und die zuvor gestörten Aspekte der Subjektivität funktionieren gut genug und sozialverträglich so im jeweils gegenwärtigen Leben, dass keine der gesellschaftlich geltenden Normen für "krank" greifen.

Die Behandlung erfolgt durch die Veränderung formaler Eigenschaften von subjektiven, aber auch von objektivierbaren Phänomenen der persönlichen Welt. Diese Veränderungen bewirken eine sofortige Änderung des gespürten subjektiven Betroffenseins von diesen Phänomenen. Bewirken die Veränderungen keine neuen Unstimmigkeiten, bleiben sie erhalten, mitunter lebenslang. Die allgemeinste Behandlungsmethode der Prosopiatrie ist das Aspektepanorama. Mit dieser Methode arbeitet der Behandler auf einfache Art, jedoch komplex wirksam, direkt mit dem Patienten an der Veränderung formaler Eigenschaften von Aspekten seiner persönlichen Welt. Das Ergebnis ist im besten Falle ein gespürtes Betroffensein des Patienten von der Gesamtheit dieser Aspekte, so dass ein gesundes Leben geschehen kann.